Übung

Locken und verlagern: Passspiel für die B‑Jugend

Aktualisiert Dauer 20 bis 25 Minuten, Durchgänge von 4 Minuten

Altersklasse
B-Jugend
Schwierigkeit
Alter
14 bis 16 Jahre
Spieler
12 (5 gegen 5 plus 2 Flügelspieler), 10 bis 14 möglich
Dauer
20 bis 25 Minuten, Durchgänge von 4 Minuten
Ort
Platz
Schwerpunkt
Passen: Spielverlagerung nach Locken
Feld
40 × 35 m, Außenbahnen 5 m breit, Endzonen 5 m tief

Ablauf

Locken und verlagern für die B-Jugend Animierte Übungsgrafik in 3 Phasen. Phase 1, Locken auf einer Seite: Team A spielt in der oberen Hälfte, A1 zu A2 und A2 zum Flügelspieler N. Team B verschiebt ballnah und macht die Seite eng. Phase 2, Verlagerung: N legt auf A3 ab, das ist der dritte Pass in der Hälfte. A3 sieht die freie Seite und verlagert diagonal auf den Flügelspieler unten. Phase 3, Durch die Endzone: Der Flügelspieler nimmt den Ball nach vorn mit und dribbelt durch die Endzone. Das ist ein Punkt für Team A. 1/3Locken auf einer Seite 2/3Verlagerung 3/3Durch die Endzone A1 A2 A3 A4 A5 B1 B2 B3 B4 B5 N N Team ATeam BFlügelspielerHütchenBallPassLaufwegDribbling
Locken und verlagern für die B-Jugend: 3 Phasen (Locken auf einer Seite, Verlagerung, Durch die Endzone), die Animation läuft in Schleife. Die Schritte stehen direkt darunter.
  1. Locken auf einer SeiteTeam A spielt in der oberen Hälfte, A1 zu A2 und A2 zum Flügelspieler N. Team B verschiebt ballnah und macht die Seite eng.
  2. VerlagerungN legt auf A3 ab, das ist der dritte Pass in der Hälfte. A3 sieht die freie Seite und verlagert diagonal auf den Flügelspieler unten.
  3. Durch die EndzoneDer Flügelspieler nimmt den Ball nach vorn mit und dribbelt durch die Endzone. Das ist ein Punkt für Team A.

Coaching-Punkte

Die drei Pässe auf einer Seite sind kein Selbstzweck. Sie sollen den Gegner dorthin ziehen. Erst wenn Team B ballnah verschoben hat, lohnt sich die Verlagerung. Vor dem langen Ball macht der Passgeber einen Schulterblick zur anderen Seite. Der Flügelspieler dort gibt Breite und steht so, dass er den Ball mit dem ersten Kontakt nach vorn mitnimmt.

Team B übt nebenbei das ballnahe Verschieben. Der Spieler auf der ballfernen Seite darf nicht zu weit einrücken. Sonst kommt er nach der Verlagerung zu spät zum Flügelspieler.

Aufbau

Das Feld ist 40 Meter lang und 35 Meter breit. An beiden Seitenlinien markieren Hütchen eine fünf Meter breite Außenbahn, an beiden Grundlinien eine fünf Meter tiefe Endzone. Zwei Hütchen an den Grundlinien teilen das Feld längs in eine obere und eine untere Hälfte.

Zwei Teams mit je fünf Spielern tragen Leibchen in zwei Farben. In jeder Außenbahn steht ein neutraler Flügelspieler in einer dritten Farbe. Er spielt immer mit dem Team, das den Ball hat, und bleibt in seiner Bahn. Reservebälle liegen an der Seitenlinie.

Die Regeln

  • Gespielt wird fünf gegen fünf, jedes Team greift eine Endzone an.
  • Nach drei Pässen in einer Hälfte darf auf den Flügelspieler der anderen Seite verlagert werden.
  • Dribbelt der Flügelspieler nach der Verlagerung durch die Endzone, bekommt das Team einen Punkt.
  • Ein Pass an den Flügelspieler zählt bei den drei Pässen mit.
  • Vor der Verlagerung dürfen die Flügelspieler in ihrer Außenbahn nicht angegriffen werden. Danach darf ein Spieler von Team B in die Bahn nachrücken und angreifen.

Was die Übung trainiert

Die Spielform ist für den Angriff gegen einen kompakt stehenden Block gebaut. Ein gut organisierter Gegner verschiebt mit dem Ball und macht die ballnahe Seite eng. Durch die Mitte kommt dann kaum ein Pass. Auf der anderen Seite ist aber Platz, und genau den nutzt die Verlagerung.

Die Regel mit den drei Pässen erzwingt den ersten Teil, das Locken. Die Spieler lernen, dass ein Pass auf der vollen Seite den Gegner bewegt, auch wenn er nicht nach vorn geht. Danach kommt die Entscheidung, wann der Moment für den Seitenwechsel da ist. Kommt der lange Ball zu früh, hat Team B noch nicht verschoben. Dann ist der ballferne Verteidiger schnell am Flügelspieler.

In der B-Jugend gehört dieses Zusammenspiel zur Mannschaftstaktik. Die Spieler können den langen Ball inzwischen sauber spielen und annehmen. Sie lernen hier, ihn bewusst einzusetzen. Mit einer Entscheidung pro Aktion und einer Zusatzregel ist die Übung eine fortgeschrittene Spielform.

Varianten

  1. Jüngere AltersklasseIn der C-Jugend reichen zwei Pässe in einer Hälfte. Der Flügelspieler darf nach der Verlagerung bis zur Endzone nicht angegriffen werden.
  2. Ältere AltersklasseIn der A-Jugend dürfen nach der Verlagerung zwei Gegenspieler in die Außenbahn. Der Flügelspieler muss den Ball mit höchstens zwei Kontakten in die Endzone bringen oder zurücklegen.
  3. HalleIn der Halle spielst du vier gegen vier auf Hallenbreite. Die Außenbahnen sind drei Meter breit, gepasst wird nicht über die Bande.
  4. Mehr oder weniger SpielerMit 14 Spielern spielst du sechs gegen sechs auf einem etwas größeren Feld. Mit zehn Spielern geht es als vier gegen vier mit beiden Flügelspielern.

So machen wir es

Hütchen, Leibchen, Minitore und Bälle für diese Übung gibt es bald bei HERMEO. Was eine Mannschaft sonst an Ausrüstung braucht, steht in Trainingsausrüstung für die Jugend.

Material

MaterialAnzahlBei HERMEO
Hütchen 16, für Ecken, Außenbahnen, Mittellinie und Endzonen bald verfügbar
Bälle Größe 5 6, einer im Spiel, fünf am Rand bald verfügbar
Leibchen in drei Farben 12, je 5 für die Teams und 2 für die Flügelspieler bald verfügbar

Häufige Fragen

Wie trainiere ich die Spielverlagerung?

Am besten in einer Spielform, in der die Verlagerung erst nach einem Locken zählt. So lernen die Spieler, den richtigen Moment zu erkennen, statt den langen Ball blind zu schlagen.

Wie viele Spieler brauche ich für die Übung?

Zwölf Spieler, zweimal fünf und zwei neutrale Flügelspieler. Mit zehn oder 14 Spielern passt du die Teamgröße an.

Wie lange dauert die Spielform?

Plane 20 bis 25 Minuten ein, in Durchgängen von vier Minuten. Nach jedem Durchgang wechseln zwei Spieler auf die Flügelpositionen.

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